Illustration des Artikels Mein Name ist Marušánek und ich wurde von einer Katze gefangen – Ich habe wohl etwas Schönes geträumt (6.)!

Mein Name ist Marušánek und ich wurde von einer Katze gefangen – Ich habe wohl etwas Schönes geträumt (6.)


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Ich muss wohl etwas sehr Schönes geträumt haben, denn am Morgen erzählte Hanka Franta, dass ich die ganze Nacht leise vor mich hin gezwitschert habe. Ich kann mich zwar nicht an den Traum erinnern, aber ich habe wirklich sehr gut geschlafen und war morgens munter wie ein Fisch.

 


Das Wetter war wunderschön, wie aus dem Bilderbuch, und so konnte ich schon morgens nach draußen. Das hat mir sehr gut gefallen, denn im Auslauf ist viel Platz und ich kann herumrennen oder schwimmen.
Zur Sicherheit hat Hanka den Auslauf abgedeckt, falls es doch regnen sollte. Sie ist den ganzen Tag auf der Arbeit und ich könnte nass werden.

 


Gut, dass sie das gemacht hat! Am Nachmittag kam starker Wind auf und am Himmel jagten viele böse Wolken. Plötzlich bedeckten die schwarzen Wolken den ganzen Himmel und verdeckten die Sonne vollständig. Es war furchtbar. Ich kauerte mich in mein Körbchen und hatte große Angst.

 


Dann blitzte es über den ganzen Himmel und es gab einen gewaltigen Knall. Große Tropfen prasselten auf die Plane über mir. Alles war nass. Das Wasser spritzte in alle Richtungen, aber zum Glück regnete es nicht in mein Bettchen.
Als alles vorbei war, kam Hanka von der Arbeit nach Hause. Sie kam schnell zu mir, um nach mir zu sehen, und bevor ich ihr alles erzählen konnte, was passiert war, packte sie mich und brachte mich schnell ins Haus.

 


Ich versuchte ihr zu erklären, dass es nicht mehr regnete und ich lieber draußen sein wollte, aber sie erklärte mir, dass gleich noch ein stärkerer Schauer kommen würde, weil sich weitere große Wolken zusammenbrauten.
Kaum hatte sie das gesagt, war es auch schon da. Schon auf dem Weg dorthin hörte ich weitere Schläge. Der Wind wehte so stark, dass alles herumflog, und es regnete wie aus Eimern.

 


Hanka erklärte mir, dass das ein Gewitter sei. Ein Gewitter sei nicht nur gewöhnlicher Regen. Man erkenne es daran, dass Blitze am Himmel zu sehen seien und es auch gewaltige Donnerschläge gebe.
Ein Blitz entsteht, wenn die Wolken anfangen, sich zu streiten und zu jagen. Dann blitzt es zwischen ihnen, manchmal über den ganzen Himmel. Der Blitz zerteilt die Wolken, und wenn sie schnell wieder aufeinander treffen, knallt es, als würde man mit den Handflächen aufeinander schlagen. Nur viel lauter.

 


Hanka unterhielt sich noch mit mir und wir lauschten gemeinsam dem Regen, der auf die Fensterbänke prasselte. Es war angenehm, weil ich wusste, dass mir nichts mehr passieren konnte. Ich schloss die Augen und schlief ein.



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Hana Vondráčková

Kostelec nad Labem, Tschechische Republik
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Für mich ist das Schreiben eine Therapie für meine schmerzende Seele und eine Art Flucht vor der Realität....

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